Die dritte Säule

Die Humanistische Psychotherapie bildet die dritte Säule der Psychotherapieverfahren. Daneben stehen die Psychodynamischen Verfahren (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse), sowie die Verhaltenstherapie.

Unter dem Begriff Humanistische Psychotherapie subsummiert man ein breites Spektrum an unterschiedlichen Therapiemethoden, dazu gehört auch die Körperpsychotherapie.

Klientenzentriert

Der Humanistische Therapieansatz arbeitet "klientzentriert" - d.h. die Klientin steht im Mittelpunkt, sie gibt die Richtung vor, das "wohin", bzw. das "was". Die Therapeutin bietet das "wie" an. Sie ist nicht mehr der Ursprung der Veränderung, sondern erfüllt eine Art "Hebammenfunktion". Sie legt die Entscheidungsbefugnis in die Hände der Klientin. Die Klientin ist selbstverantwortlich in der therapeutischen Beziehung; die Therapeutin hat eine wichtige, primär unterstützende Funktion, um der Klientin zu Wachstum und Entwicklung zu verhelfen. Sie stellt den sicheren Raum, die therapeutische Erfahrung und ihre Präsenz zur Verfügung, keine Lösungen.

Positives Menschenbild

Die zentralen Werte der Humanistischen Psychologie sind Authentizität, Verantwortung und Integrität. Die zentralen Grundannahmen für die humanistische Psychotherapie bestehen aus Akzeptanz, Annahme des Individuums und Unterstützung der Tendenz jedes Menschen zur Selbstverwirklichung. Sie hat ein positives Menschenbild, welches davon ausgeht, dass jeder Mensch von Grund auf gut sei.

Frühe soziale Bedingungen

Eine humanistisch orientierte Psychologin stellt (sich) die Frage, aufgrund welcher früher, sozialer Bedingungen die Klientin eher dazu tendiert, nach selbstbegrenzenden, aggressiven und nicht nach wachstumsfördernden, mitmenschlichen Erfahrungen zu suchen. Bewusstsein, Mitgefühl, Wahrnehmung anderer, Verantwortung für die eigenen Gefühle sind wichtige Ingredienzien einer Humanistischen Therapie.

Bedürfnisse

Wut ist fast immer eine Projektion, weil man nicht bekommt, was man braucht. Im Rahmen meiner Therapie spielen die Grundbedürfnisse nach Bindung und Halt eine wesentliche Rolle. Jedoch sind auch die Bedürfnisse nach Autonomie, Unabhängigkeit und Selbstbehauptung wichtig.

Stärkung des Individuums

Das Individuum steht im Mittelpunkt, nicht das Problem. Ich unterstütze die Klientin dabei, mehr Integration, Authentizität, Selbstwerterleben und Zentriertheit zu entwickeln - dies kann ihr dazu verhelfen, Probleme unterschiedlicher Art in Zukunft unabhängig von mir besser zu bewältigen.

Spektrum an Therapieverfahren

In diesem Rahmen biete ich zusätzlich zur körperorientierten Psychotherapie z.B. Elemente aus der Systemischen Therapie, der Gestalttherapie und der Gesprächstherapie nach Rogers an.